Kurzbeschreibung der Akademie
Das Europäische Naturschutzjahr 1995 war Anlaß zur Gründung der FRANZ VON ASSISI
AKADEMIE am 23. Mai 1995. Die FRANZ VON ASSISI AKADEMIE ist eine
ökumenisch orientierte, europaweit tätige Umweltakademie zum Schutz der Erde auf
christlichen Fundamenten. Die Akademie versteht sich als christliche Interessenvertretung
zukünftiger Generationen und deren Lebensgrundlagen.
In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, daß die Christen und Kirchen bezüglich der
ökologischen Frage einen Kurswechsel vollziehen müssen, wenn diese der praktischen
Verantwortung für die neue Praxis der zukunftsfähigen Entwicklung wirklich gerecht werden
wollen. Die über 400 Millionen Christen in Europa tragen deshalb eine große Verantwortung
für den notwendigen Richtungswandel zur Umsetzung der notwendigen globalen
zukunftsfähigen Entwicklung. Hierzu trägt die Akademie durch Sensibilisierungs- und
Aufklärungsarbeit in den europäischen Kirchen und in Europa bei.
Ziele und Aufgaben auf europäischer Ebene
- Eine zentrale Aufgabe der Akademie auf europäischer Ebene ist die wissenschaftliche
Beratung von Kirchen und kirchlichen Institutionen hinsichtlich der Umsetzung des
Leitbilds der zukunftsfähigen Entwicklung in die kirchliche Umweltpraxis. Die
Akademie trägt hierzu bei durch: Projektberatung, der Förderung der europäisch-ökumenischen Konsensfindung und Meinungsbildung, der Ermutigung des
Engagements der europäischen Christen und durch Initiativen zum Aufbau neuer
Kapazitäten und Strukturen für die kirchliche Umweltarbeit in Europa.
- Ein weiteres Arbeitsgebiet ist die wissenschaftliche Untersützung von Kirchen und
gemeinnützigen Körperschaften bei der Umsetzung internationaler Konventionen,
Gesetze und Erklärungen wie z.B. der Agenda 21 /sustainable development , der Klimarahmenkonvention , der
Konvention zur biologischen Vielfalt , dem 5. Gemeinschaftsprogramm für
Umweltpolitik der Europäischen Union.
Europäische Aktionen, Projekte und Arbeitschwerpunkte (1995-1997)
- Beteiligung an der europäischen Konsultation (Kreta 1995) des Rats der
Europäischen Bischofskonferenzen und der Konferenz Europäischer Kirchen
über "Umwelt und Entwicklung".
- In Zusammenarbeit mit 10 anderen Projektträgern (Kommunen, Verbänden, Kirche)
beteiligte sich die Akademie am Europäischen Naturschutzjahr 1995 als offizieller
Beitrag der Bundesrepublik Deutschland mit dem Altmühltal-Projekt. Ziel des
Altmühltal-Projekts war die modellhafte Einleitung des internationalen
Aktionsprogramms der Agenda 21 (Lokale Agenda 21). Das Altmühltal-Projekt
gliederte sich in 25 Teilprojekte und wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
gefördert.
- Das Altmühltal-Projekt wurde 1995 vom Deutschen Nationalkomitee als Beitrag der
Bundesrepublik Deutschland für das Europäische Naturschutzjahr 1995
ausgewählt und stand unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.
- Durchführung der europäischen Konsultation über "Christentum und Zukunftsfähiges
Europa" 1996 in Eichstätt unter der Beteiligung von über 100 Repräsentaten von
Kirchen und kirchlichen Organisationen, staatlichen Institutionen, Universitäten und
Umweltorganisationen aus 23 Ländern. Diese Konferenz diente der Vorbereitung der
"Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung" (Graz, 23.-29.06.97).
- Partnerorganisation bei der Organisation des Dialogforums "Zukunftsfäiges Europa"
der 2. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz im Auftrag der
Europäischen Bischofskonferenz (St. Gallen) und der Konferenz Europäischer Kirchen
(Genf).
- Europäisch-amerikanische Konsultation zur Vorbereitung der VN-Generalversammlung zur Agenda 21 in New York in Kooperation mit "The
Consortium on Religion and Ecology - International (Washington)" .
Europäische Struktur und Mitgliedschaft
- Der wissenschaftlichen Akademie gehören bisher 25 ordentliche Akademiemitglieder
aus 12 europäischen Staaten an. Langfristiges Ziel sollen aus allen
europäischen Ländern führende Vertreter in die Akademie berufen werden. Außerdem
gibt es Mitglieder, Fördermitglieder und Freunde der Akademie. Jährlich hält die Akademie neben zahlreichen
Treffen und Konferenzen, eine europäische Akademiesitzung mit
Generalversammlung, in der Regel mit einem Symposium ab. Die Akademie unterhält
zahlreiche Arbeitskontakte zu europäischen und internationalen Institutionen.
- Die Akademie versteht sich wegen ihrer Struktur, ihrer Arbeitsschwerpunkte und ihrer
Mitglieder als unabhängige, europäische Nichtregierungsorganisation. Arbeitssprachen
der Akademie sind Englisch und Deutsch, sowie Französich oder bei Bedarf eine
andere europäische Sprache.
- Nach Ablauf der Gründungsphase (vorraussichtlich
Ende 1998) wird die Akademie zukünftig vermehrt eigene Publikationen,
Fortbildungsmaßnahmen, Informations- und Beratungsdienste anbieten können.

Präsident:
Dr. Jean Pierre RIBAUT, Diakon
Francis of Assisi Academy
27, Rue Rabié
F-33250 Pauilliac, FRANCE
Phone: +33/5/56591364
FAX: +33/5/5696880
Sekretär:
Ralf Klemens STAPPEN M.A.
Franz von Assisi Akademie e.V.
Büro
Ostenstraße 26-28
D-85072 Eichstätt, FRG
Telefon:+49 (0) 8421/931616
FAX: +49 (0) 8421/931796
Angesichts der ökologischen Krise kommt den interreligiösen und ökumenischen Dialogen
und den Kooperationen mit anderen christlichen Institutionen und Religionen im Rio-Folgeprozeß eine besondere Bedeutung zu. In akademischer, ökumenischer und
interreligiöser Hinsicht steht die FRANZ VON ASSISI AKADEMIE deshalb jeder
Vereinigung und jeder Institution offen und knüpft kooperative und partnerschaftliche
Kontakte zu allen, die sich um die Zukunft unserer Erde sorgen und sich für die Bewahrung
von Gottes Schöpfung einsetzen.
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