„Erde, Wasser, Luft und Feuer – kommt und schaut die Taten Gottes"
Gottesdienstvorschlag für den „Tag der Schöpfung" 2000
(Vorschlag von Klaus Hoof, Vorbachmühle, Weikersheim für die Arbeitsgruppe „Tag der Schöpfung" im Evang. Oberkirchenrat Stuttgart)
Ansingen der Lieder
Es folgt eine frei formulierte Begrüßung und – falls für notwendig erachtet – eine kurze Einführung in den Gottesdienst oder zum „Tag der Schöpfung"
4. Lob – Halleluja
Spr. 1:Lob sei dir, Gott, für Feuer,
Wasser, Luft und Erde, die du einst geschaffen, als du sprachst: Es
werde!
Gem.:Halleluja ... EG 181.8
Spr. 2:Dank
für die Erde,
die uns trägt uns ernährt, ihre Frucht uns gewährt,
daß Brot daraus werde und der Wein uns erfreue.
Gelobt sei Gott für die Erde auf`s Neue,
für Früchte die nähren, von denen wir zehren,
solange wir leben sind sie uns gegeben.
Dank für die Erde.
Gem.: Halleluja ...
Spr. 3:
Dank für das Wasser,
das mich schon umgab, bevor ich die Augen geöffnet hab.
Es sprudelt aus Quellen, es glitzert und gleißt,
erfrischende Labsal für Körper und Geist.
Es plätschert in Bächen, fällt als Regen vom Himmel,
es füllt unsre Meere, gibt all dem Gewimmel
das die Erde bevölkert Nahrung und Schutz.
Es begrünt die Natur, es reinigt von Schmutz.
Gelobt sei Gott, der aus Wasser und Geist
Neues Leben uns verheißt.
Dank für das Wasser.
Gem.: Halleluja ...
Spr. 4:
Dank für die Luft,
sie füllt unsere Lungen und kühlt uns die Zungen;
ist Odem des Lebens, der aufatmen läßt,
sie reinigt die Bäume vom dürren Geäst.
Trägt Wolken und Samen und Vögel die kamen
Über Länder und Grenzen, so wie dir`s gefällt,
auch Flugzeuge trägt sie rund um die Welt.
Gelobt sei Gott für die bewegte bewegende Luft,
die unsern Körper mit Lebenskraft speist,
die uns umgibt wie du und dein Geist.
Dank für die Luft.
Gem.: Halleluja ...
Spr. 5:
Dank für das Feuer,
Urkraft des Fortschritts in unserer Kultur,
oftmals mißbraucht, doch mit gesegneter Spur,
wo es bewegt war vom Geist und durchdrungen vom Licht
das heut noch die Starre der Kälte aufbricht.
Energie aus Verbrennung erleichtert das Leben,
hat vielen Arbeit und Brot schon gegeben.
Gelobt sei Gott für des Feuers wärmende Kraft,
für Energie, die Licht und Beweglichkeit schafft.
Entflamme die Herzen, bewege den Geist,
durch das Feuer der Liebe, die Christus verheißt.
Gem.: Halleluja ...
Spr. 1:
Lob sei dir Gott für Feuer, Wasser Luft und Erde,
die du geschaffen als du sprachst: Es werde!
Amen
In der Kirche sind vier Stationen zu den vier Elementen aufgebaut. Die Gottesdienstbesucher/innen „pilgern" nacheinander zu je zwei Stationen. 2 Gruppen zu den Stationen Erde und Luft, 2 Gruppen zu den Stationen Wasser und Feuer. An jeder Station gibt es eine Lesung, eine Symbolhandlung und /oder eine biblisch orientierte kurze Auslegung oder Meditation. Beim Gang aus den Kirchenbänken und beim Wechsel von einer Station zur nächsten wird der Gebetsruf der Kommunität von Grandchamp gesungen: „Komm göttliches Licht, erleuchte die Erde, erfüll unsre Herzen, nimm Wohnung in uns." (EG 575)
Gem.: „Komm göttliches Licht, erleuchte die Erde ..." EG 575
Die vier Gruppen gehen zu ihrer ersten Pilgerwegstation.
Station Erde
In der Mitte der Gruppe
steht eine Saatschüssel gefüllt mit Gartenerde und umgeben von einem Ring
Weizenkörner
Meditation zum Thema: Erde
Und Gott sprach:
Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, daß man das
Trockene sehe. Und es geschah so.
Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer.
Und Gott sah, daß es gut war.
Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe,
und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in
denen ihr Same ist. Und es geschah so.
Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach
seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder
nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
„Die Erde lasse aufgehen Gras und Kraut". Die Erde! Merken Sie, wie hier die
Erde zur Selbsttätigkeit aufgerufen wird?! Nicht eigentlich Gott erschafft die
grüne Vegetation. Die Erde tut es! Auf Gottes Geheiß. Gott – kein Allesmacher.
Er delegiert Schöpfungsmacht, gibt ab, teilt. Teilt mit der Erde. Läßt die Erde
selbst kreativ werden.
Die biblische Schöpfungserzählung sieht nicht erst im Menschen den Mitarbeiter
Gottes. Bereits die Erde darf es sein, darf sich selbsttätig und schöpferisch
entfalten.
Welch eine Aussage über die Wertschätzung der Erde! Die Erde – Gottes tätige,
schöpferische Mitarbeiterin! Die große Mutter, die Leben hervorbringt. Keine
Göttin. Auch sie von Gott geschaffen. Aber Gott hat ihr eine mitschaffende Rolle
zugewiesen.
Die „Mutter Erde" – welch ein Bild! Ein Bild, das einen ehrfürchtigen, dankbaren
und liebevollen Umgang mit ihr nahelegt.
3. Lesung 1. Mose 2, 4-7 und Besinnung: Der Mensch – von Erde genommen
So sind Himmel und Erde geworden, als sie geschaffen wurden.
Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.
Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das
Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch
nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute;
aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.
Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker ...
Erde sind wir. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Adam – der Erdling. Wir
gehören zu ihr. Und zu den Tieren, die ebenfalls aus Erde gemacht werden.
Erdverwandte sind wir. Mehr noch: Wir sind Erde. Wir tragen das alles in uns:
Die Fruchtbarkeit, die Kraft des Wachstums, aber auch die Dürre und das
Absterben.
Erde sind wir. Wir tragen sie noch in uns, die erdverhafteten, elementaren
Triebe und Kräfte. Wir brauchen sie, um zu leben.
Spüren wir sie noch in uns, die Säfte und Kräfte unseres erdverhafteten
Fleisches, seines Spürens und Empfindens, seiner Lust und seiner Wildheit und
Unbändigkeit, aber auch seiner Schwäche und Ohnmacht, seiner Schmerzen und
Grenzen? Ja, seiner Grenzen bis hin zur letzten Begrenztheit, einer Grenze, die
weder von der Erde, noch von des Menschen Wollen und Wirken überwunden werden
kann: dem Tod. „Denn du bist Erde und sollst wieder zu Erde werden."
- Stille -
Pilgerweg zur Station „Luft" oder zurück in die Bänke mit gesungenem „Komm göttliches Licht ..."
Station: Luft
„Da machte Gott der HERR den Menschen aus
Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der
Mensch ein lebendiges Wesen."
Erde sind wir, ja. Genommen vom Acker. Adam, der Erdling. Doch das bin ich nicht
allein. Der lebendige Odem Gottes ist in mir. Einatmen und ausatmen – alle paar
Sekunden, minutenlang, stundenlang, tagelang, monatelang, jahrelang, ein Leben
lang. Wenn er verfliegt der Atem, verfliegt das Leben.
Ein Teil durchatmeter Erde – das bin ich. Erde, durchdrungen von Gottes Odem,
Gottes Geist. Verwandlung, neues Sein. „Und so ward der Mensch ein lebendiges
Wesen."
Und so steht der Erdling da aufrecht und ausgestreckt zwischen Himmel und Erde.
Auf der Erde zu Hause, doch voller Sehnsucht, über diese Erde hinauszukommen,
ihre Fesseln abzustreifen, geistig, geistlich davonzufliegen. Ein wahrhaft
lebendiges, vom göttlichen Atem durchdrungenes und vom göttlichen Geist
erleuchtetes Wesen zu werden.
So hat ihn der Schöpfer gedacht, vom Tag an, da er ihn schuf. Und so schafft ihn
Gott immer wieder neu und bläst dem Erdling seinen lebendigen und
lebendigmachenden Geist ein.
„Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander.
Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. ...
und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in
andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen." Apg 2,1-4
- Stille -
Pilgerweg zur Station Erde oder zurück in die Bänke mit gesungenem „Komm göttliches Licht ..."
Station: Wasser
Ein Tonkrug mit Wasser und Schöpfkelle steht in der Mitte der Gruppe. Jemand schöpft wiederholt Wasser und läßt es in den Krug zurückrinnen, um so Wasser hörbar und sichtbar zu machen.
1. Meditation:
Wasser! Im ewigen Kreislauf verbindet es Himmel und Erde. In Wolken und Regen,
in Schnee und in Eis fällt es zur Erde, macht grün sie und fruchtbar, verzaubert
und schmückt sie. Schafft Quellen und Bäche und Flüsse und Seen, gestaltet die
Erde mit Bergen und Tälern, ergießt sich ins Meer in unendliche Weiten, steigt
wieder nach oben, verdunstend zum Himmel.
Es rinnt durch die Kehle, erfrischende Kühle. Spiegelt den Durst von uns
Menschen nach Leben. Umhüllte uns schützend im Leib unserer Mutter, durchpulst
unsre Zellen und Adern mit Leben. Wiege des Lebens unter Gottes: Es werde!
Reinigt von Schmutz und kühlt unsren Körper, trägt uns beim Schwimmen und weckt unsre Geister. Es lindert das Leiden in unsrem Weinen, wäscht ab unsre Tränen, tauft auf Jesu Namen. Wasser - Geschenk des Himmels für die Geschöpfe der Erde.
2. Symbolhandlung
Aus dem Tonkrug wird eine Schale (oder mehrere Schalen) mit Wasser gefüllt. Der
Liturg/die Liturgin geht mit dieser Schale zu den Teilnehmenden und lädt sie mit
den Worten ein: Wenn Sie gerne möchten, tauchen Sie ihre Finger in das Wasser
und kühlen Sie damit ihre Stirn oder ihr Gesicht. Nach dieser Handlung sagt er
oder sie: Wie dieses Wasser dich erfrischt und belebt, so belebe dich Gott mit
seinem Geist.
3. Lesung (Joh 4,5-14):
Da kam er in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar, nahe bei dem Feld, das
Jakob seinem Sohn Josef gab.
Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte
er sich am Brunnen nieder; es war um die sechste Stunde.
Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr:
Gib mir zu trinken!
Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Essen zu kaufen.
Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu
trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? Denn die Juden
haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. -
Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer
der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und der gäbe dir
lebendiges Wasser.
Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest,
und der Brunnen ist tief; woher hast du dann lebendiges Wasser?
Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er
hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh.
Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird
wieder dürsten;
wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit
nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine
Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
- Stille -
Pilgerweg zur Station Feuer oder zurück in die Bänke mit gesungenem „Komm göttliches Licht ..."
Station: Feuer
In der Mitte der Gruppe steht auf einem Tisch eine Metallschale mit einem Holzkohlenfeuer (Rauchentwicklung!) oder es ist eine Flamme von einem Spirituskocher oder einem Fonduerechaud o.ä. zu sehen (unbedingt vorher ausprobieren!).
Schaut Euch das Feuer an ... seine Farben ... seine Flammen ... die stete
Veränderung ... still brennt es ... nichts zu hören ... oder doch? ... Spürt die
Wärme, streckt eure Hände aus und spürt die Wärme des Feuers.
Feuer. Wohlig, wenn es knisternd im Ofen die Kälte vertreibt, die Wärme unserem
Körper Geborgenheit schenkt, wenn das Licht einer Kerze das Dunkel warm erhellt
und Orientierung gibt.
Feuer. Zur Ruhe führend beim Schauen in seine Flamme. Orange, blau und rot.
Stets züngelnd, nie Stillstand, Bewegung, verändernde Form. Faszination. Ein
Bild für den Geist, der lebendig uns macht.
Feuer. Fürchterlich in seiner ungebändigten Gewalt, zerstörend, verheerend.
Und doch auch: Voller Energie. Es bereitet das Essen, wärmt unsre Wohnung, gibt
uns das Licht. Erleichtert das Leben, befreit von Plackerei. Es übernimmt Arbeit
für uns, schmilzt Eisen zu Stahl, erweckt Motoren zum Leben, läßt Flugzeuge
fliegen, treibt Turbinen uns an. Trägt uns über lange Strecken in sehr kurzer
Zeit.
Feuer und Energie. Abhängig geworden sind wir von ihm. Unersättliche Bedürfnisse
sind da gewachsen, haben Sachzwänge erzeugt und heizen nun an: Klima und Tempo,
Hektik und Streß. Versengt uns die Hitze, wächst über den Kopf uns die Flamme?
Wo ist das Maß?
Gott hat das Licht geschaffen. Sein Sohn ist das Licht der Welt. Gottes Geist läßt es Licht werden in uns. Wenn Sie mögen, können sie nun als Symbol dafür eine Kerze anzünden. Kerzen liegen auf zweiten Tisch mit Sandbett neben der Feuerschale bereit
Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.
Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, daß der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.
Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.
Als aber der HERR sah, daß er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land! ... (2. Mose 3)
- Stille -
Pilgerweg zur Station Wasser oder zurück in die Bänke mit gesungenem „Komm göttliches Licht ..."
(An dieser Stelle des Gottesdienstes können fakultativ eingesetzt werden die als Baustein Nr. .... beigefügte Abendmahlsfeier oder der als Baustein Nr. .... beigefügte Biblische Ausdruckstanz zu den vier Elementen der Schöpfung und Psalm 104.
Der Tanz stellt alle vier Elemente nacheinander dar, so daß die Ganzheit der vier Elemente noch einmal auf einer anderen Ebene für alle sichtbar und erlebbar wird. Der Tanz entfaltet sich nach Orgelimprovisationen. Während der Darstellung der einzelnen Elemente wird jeweils ein Abschnitt von Psalm 104 gelesen.
1.Teil: Luft Ps 104,1-4
Lobe den HERRN, meine Seele!
HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich;
du bist schön und prächtig geschmückt.
Licht ist dein Kleid, das du anhast.
Du spannst den Himmel aus wie ein Zeltdach;
du baust deine Gemächer über den Wassern.
Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen
und kommst daher auf den Fittichen des Windes,
der du machst Winde zu deinen Boten
und Feuerflammen zu deinen Dienern;
Lobe den Herrn meine Seele!
2. Teil: Wasser Ps 104,10-15
Du lässest Wasser in den Tälern quellen,
daß sie zwischen den Bergen dahinfließen,
daß alle Tiere des Feldes trinken
und das Wild seinen Durst lösche.
An ihren Ufern wohnen die Vögel des Himmels
und singen unter den Zweigen.
Du tränkst die Berge von oben her,
aus deinen Wolken wird die Erde gesättigt.
Du lässest Gras wachsen für das Vieh
und Saat zu Nutz den Menschen,
daß du Brot aus der Erde hervorbringst,
daß der Wein erfreue des Menschen Herz
und sein Antlitz schön werde vom Öl
und das Brot des Menschen Herz stärke.
3. Teil: Feuer Ps 104,19-23
Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen;
die Sonne weiß ihren Niedergang.
Du machst Finsternis, daß es Nacht wird;
da regen sich alle wilden Tiere,
die jungen Löwen, die da brüllen nach Raub
und ihre Speise suchen von Gott.
Strahlt aber die Sonne auf,
so heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen.
So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit
und an sein Werk bis an den Abend.
4. Teil: Erde Ps 104,29-33
Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie;
nimmst du weg ihren Odem,
so vergehen sie und werden wieder Staub der Erde.
Sendest du aus deinen Odem,
so werden sie geschaffen,
und du machst neu die Gestalt der Erde.
Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich,
der HERR freue sich seiner Werke!
Er schaut die Erde an, so bebt sie;
er rührt die Berge an, so rauchen sie.
Ich will dem HERRN singen mein Leben lang
und meinem Gott spielen, solange ich bin.
Gott, der du uns in Brot und Wein begegnest,
öffne uns die Augen für die Lebendigkeit und Liebe,
die du in deine Schöpfung gelegt hast.
Laß uns nicht wegsehen, wenn sie uns die Wunden zeigt,
die wir ihr zugefügt haben,
sondern genau hinsehen, damit wir erkennen,
was wir zu ihrer Heilung beitragen können.
Wecke unsere Ohren für das Lied,
mit dem dich deine Schöpfung lobt
und für das Seufzen, mit dem sie klagt.
Bewahre uns vor Resignation
Und belebe uns mit deiner Schöpferkraft,
die Klagen in einen Reigen verwandeln kann.
Laß uns wieder Geschmack finden
an den einfachen Gaben des Lebens,
damit wir nicht vergessen, wovon wir wirklich leben können.
Laß uns auch die Gabe des Verzichts entdecken,
die uns frei macht, etwas abzugeben
und dann auch wieder etwas Neues aufzunehmen.
Schenke uns ein Gespür dafür,
wo unser Wissen und Handeln der Schöpfung dient
und wo es ihr schadet.
Schärfe unser Bewußtsein, damit wir sehen,
wie eines mit dem anderen verbunden
und eines vom anderen gehalten ist.
Bewahre uns zugleich das Staunen über deine Schöpfung
Damit aus ihm heraus das Lob erwacht
Für dich, den Ursprung und die Quelle unseres Lebens. Amen
Der Herr segne euch und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch und gebe euch Frieden.
Amen
Während des Auszugs wird der Kanon gesungen:
„Jeder Teil dieser Erde ist unserm Gott heilig ..."
(Vorentwurf Regionalteil des EG 668)
Wo es sinnvoll ist, können die Gottesdienstbesucher/innen noch einmal an den vier Stationen vorbei aus der Kirche nach draußen gehen.
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Die Texte wurden verfaßt von:
Lob – Halleluja: Willi Mönikheim, Gaggstadt
Texte zu den vier Elementen: Klaus Hoof, Weikersheim
Fürbittengebet: Tabea Frey, Stuttgart
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